Letzte Woche bin ich spontan und alleine nach Valencia gereist. Vorher war ich nur auf spanischen Inseln unterwegs und somit auch noch nie in den bekanntesten Städten von Spanien: Madrid und Barcelona. Während meiner kurzfristigen Reiseplanung habe ich oft überlegt, ob es besser gewesen wäre, zuerst eine der beiden bekanntesten Städte Spaniens zu besuchen, doch bereits ab der ersten Sekunde in Valencia wusste ich: Ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Valencia ist so wunderschön und sehr facettenreich. Dazu kommt, dass es von Touristen nicht überlaufen ist und man das Gefühl bekommt, wirklich nah an der spanischen Kultur und den Einheimischen dran zu sein. Mit Hilfe eines Travel Diarys möchte ich euch von meiner Zeit in Valencia berichten.

Tag 1:

Da ich bereits um 10:00 ab Hamburg fliegen sollte, habe ich mich morgens schon früh auf den Weg gemacht. Mit RyanAir und etwas Verspätung ging es dann innerhalb von 2,5 Stunden nach Valencia. Vorher hatte ich mich grob erkundigt, in welche Richtung ich nach Ankunft am Flughafen musste und nach dem Ticketkauf für die Metro ging es dann direkt los in Richtung Stadtzentrum. Nach dem Aussteigen an der passenden Station sollten es angeblich nur noch 10 Minuten bis zum Hostel dauern; bei mir wurde allerdings eine Stunde daraus, weil ich zuerst immer den flaschen Weg gelaufen bin und anschließend vor dem Hostel stand, aber die Klingel nicht gefunden habe (doch das ist eine andere Geschichte..:D) Nach meinem Check-In im „Quart Youth Hostel“, habe ich erstmal mein 8-Betten Zimmer bezogen. Dort war in der ersten Nacht nur ein weiteres Bett belegt. (Das Quart Youth Hostel ist übrigens sehr empfehlenswert. Für 12€ pro Nacht habe ich dort ein sehr komfortables Bett, noble und sehr neue Bäder und eine vollausgestattete Küche bekommen. Für 2€ konnte man morgens ein ausgiebiges Frühstück dazubuchen, die Mitarbeiter waren freundlich und hilfsbereit und die anderen Gäste größtenteils sehr offen und kommunikationsfreudig.) Nach einer kurzen Dusche habe ich mich auf den Weg gemacht, um einen kleinen Orientierungsspaziergang durch die Stadt zu machen. Ich habe mich einfach in Richtung Altstadt durch die zahlreichen kleinen Gassen treiben lassen und mich von dem südlichen Flair Valencias verzaubern lassen. Abends bin ich sehr müde zum Hostel zurückgekehrt und habe dort noch spanisches Brot und Jambon gegessen, was ich auf dem Rückweg gekauft hatte. Nach einem ausgiebigen Gespräch mit einem russischen Gast bin ich total erledigt ins Bett gefallen.

 

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Tag 2:

Nach einem ausgiebigen Hostelfrühstück ging es für mich erstmal auf den 5-Minuten entfernten „Mercado Central“. In der Markthalle gibt es von frischen Früchten über Schweineohren und Tintenfisch alles, was das Gourmetherz begehrt. Hier konnte ich für wenig Geld regionales Obst und Gemüse einkaufen. Vor allem die frisch gepressten Säfte für 1€ sind absolut empfehlenswert!

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Anschließend bin ich durch den Jardin del Turia gelaufen. Hierbei handelt es sich um einen wunderschönen Park, der in einem ausgetrockneten Flussbett verläuft. Der Park ist über 5km lang und man trifft hier auf viele Jogger, aber die zahlreichen Grünflächen laden ebenfalls zum gemütlichen Verweilen ein. Nach einem etwa 45-minütigen Spaziergang kam ich dann in der Ciudad de las Artes y las Ciencias an. Entworfen von den spanischen Architekten Santiago Calatrava und Felix Candela befindet sich hier ein hochmoderner und futuristischer Gebäudekomplex mit Museen, einem Planetarium, dem größten Aquarium Europas und vielen weiteren Attraktionen. Auch für „Nicht-Architekturfanatiker“ ist die  Ciudad de las Artes y las Ciencias absolut besuchenswert. Der Eintritt in die Museen oder das Aquarium waren mir etwas zu viel und da dass Wetter ebenfalls sehr gut war, habe ich mir die Gebäude nur von außen angesehen und war dennoch total überwältigt von dieser Baukunst.

Auf dem Rückweg habe ich mich nochmals durch die Altstadt treiben lassen, die Kathedralen und Plätze bewundert und in den kleinen Läden gestörbert.         (Tagesbilanz: 41.000 Schritte)

Tag 3:

Für den dritten Tag hatte ich mir eine 6km Wanderung zum Strand Malvarossa vorgenommen. Nach einem Frühstück auf dem Markt (Bocadillas mit Saft und frischen Früchten) habe ich mich auf den Weg gemacht, der sich doch als sehr viel anstrengender herausstellte als erwartet. Bei 25 Grad um die Mittagszeit mit Rucksack 1,5 Stunden durch Spaniens Straßen zu laufen, war nicht das Angenehmste, aber doch irgendwie machbar. Am Strand angekommen zogen dann auch schon riesige Wolken auf und der Wind find an zu wehen (perfektes Timing..nicht). Ich habe mich dann erstmal an die Promenade gesetzt und mal wieder frische Früchte gegessen. Nachdem die Sonne wieder herauskam, habe ich mich dann an den Strand gelegt und mich von der Sonne bescheinen lassen.20170511_130847 Gegen Abend bin ich den kompletten Weg wieder zurückgelaufen und habe im Hostel eine super liebe Französin kennengelernt und bin mit ihr abends in die Bolseria gegangen. Das ist eine Bar mit Dancefloor und hier treffen sich zu Chartmusik und Raggaetonbeats Touristen aus aller Welt. Wir hatten einen sehr schönen Abend und ich hatte endlich mal wieder die Möglichkeit, französisch zu sprechen!

(Tagesbilanz: 34.000 Schritte)

Tag 4:

Nach einer sehr kurzen Nacht begann mein letzter Tag in Valencia. An dem Tag wollte ich nochmal in Ruhe auf den Marcado gehen, mich wieder mal durch die Altstadt und zahlreichen Gassen treiben lassen, im Park sitzen und Paella essen. Gesagt getan habe ich mich auf den Weg gemacht und noch ein letztes Mal die valencianischen Sonnenstrahlen genossen, die verschiedensten Leute gesehen und mich von dem Zauber der Stadt beeindrucken lassen. Mittagspause habe ich am Placa de la virgen gemacht, DEM Zentrum von Valencia. Zahlreiche Restaurants reihen sich hier aneinander, doch für mein Paellaessen bin ich etwas weiter hinein in kleinere Gassen gelaufen. Schon bald hatte ich ein ansprechendes Restaurante gefunden und dort für 9,90€ Paella, Salat und Wasser als spätes Mittagessen bzw frühes Abendessen bekommen.

Zurück im Hostel habe ich ein letztes Mal mein Abendessen in der Hostelküche zubereitet und dabei hat sich eine bunte Truppe von Alleinreisenden zusammengefunden und wir hatten einen sehr schönen Abend! Mein Flugzeug sollte am nächten Morgen um 07:20 zurück nach Hamburg fliegen, deswegen hatte ich meinen Wecker auf 4:30 gestellt.

Durch meine Restmüdigkeit der vorigen Nacht und dem Einzug von 5 Kanadiern in mein Zimmer um Mitternacht hatte ich eine relativ schlaflose Nacht und bin dadurch in einen umso tieferen Schlaf gefallen und das wurde mir zum Verhängnis..

..Tag 5:

..ich wachte nämlich um 07:30 am Abflugstag auf. Meinen Wecker habe ich entweder im Schlaf ausgeschaltet oder er hat gar nicht geklingelt und so wachte ich zehn Minuten nach Abflug meines Flugzeugs auf..Im ersten Moment war ich total geschockt, doch dann habe ich den nächstmöglichen bezahlbaren Flug gebucht, der erst abends um 20:00 Uhr abfliegen sollte. So hatte ich Glück im Unglück und konnte noch ein paar Extrastunden im schönen Valencia verbringen. Da ich aber schon in Reisestimmung war und meinen Flug diesmal auf keinen Fall wieder verpassen wollte, war ich schon relativ rechtzeitig am Flughafen und diesmal lief dann alles gut. Inklusive eines 9 stündigen Aufenthalts in Amsterdam über Nacht war ich am Morgen des 6. Tages dann wieder in Hamburg!

Alles in allem hatte ich eine super Zeit in Valencia, die leider viel zu kurz war! Ich kann Valencia jedem wärmstens empfehlen. In diese Stadt mit ihrer Vielfalt und dem einzigartigen Charme verliebt man sich sofort!

Durch sehr gute Angebote und der Tatsache, dass man in Valencia das meiste umsonst sehen und machen kann, hätte ich für den kompletten Aufenthalt mit Flügen, Unterkunft etc nur etwa 150€ bezahlt, doch wegen des verpassten Rückflugs kamen nochmal 150€ obendrauf..trotzdem war es eine ganz tolle Zeit und meine erste Reise allein ein sehr gelungenes Abenteuer ♥

Spezialisierte Blogbeiträge wie z.B. einen genauen Food-Guide folgen in der nächsten Zeit. Über Kommentare, Ratschläge etc freue ich mich!

Danke für´s Lesen! ♥

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