Work and Travel wird ein immer größerer Trend. Menschen setzen sich ihren Rucksack auf und sind dann erstmal weg für längere Zeit. Oft zu zweit oder in kleinen Gruppen geht es los ins große Abenteuer. Viele reisen allerdings auch allein..Doch man muss nicht erst Flugtickets um die halbe Welt kaufen und Monate lang fortbleiben, um das Erlebnis „Alleine Reisen“ zu bestreiten. Als Start oder Test reicht oft schon ein kleiner Städtetrip allein!

Wie es mir auf meinem Städtetrip allein ging und einige Tipps, resultierend aus meinen Erfahrungen, zum Solo-Traveln habe ich Euch hier zusammengefasst. Danke fürs lesen; ich freue mich über jeden Kommentar und Leser ♥

1.) Versucht, im Hellen anzukommen!

Mein Flugzeug landete um 13 Uhr mittags, sodass ich noch extrem viel Zeit hatte, mit der Metro in die Stadt zu fahren und mein Hostel zu suchen. Frühes Ankommen kann ich nur empfehlen, wenn es sich irgendwie einrichten lässt; man ist sowieso etwas aufgeregt und weiß nicht, was einen die nächsten Tage erwartet. Außerdem kennt man sich in der Stadt überhaupt nicht aus und läuft mit Stadtplan oder Google Maps durch die Gegend. Bessere Möglichkeiten, Leute nach dem Weg zu fragen hat man im Hellen auch auf jeden Fall. Und je früher ihr ankommt, desto mehr Zeit habt ihr an dem Tag, um die Stadt schonmal zu erkunden. Das ist gerade bei sehr kurzen Trips ein großer Vorteil.

2.) Geht ins Hostel!

Wenn ihr alleine reist sind Hostelzimmer das Günstigste, was ihr buchen könnt. (Außer Couchsurfing, aber das habe ich selbst noch nicht ausprobiert und ich würde es auch nie allein machen, vor allem das erste Mal. Diese Entscheidung sollte jedoch jedem selbst überlassen sein) Sucht euch am besten ein Hostel, das in der Nähe vom Stadtzentrum ist und bestenfalls ein Frühstück anbietet. Frühstück im Hostel ist eine gute Möglichkeit, um schnell Leute kennenzulernen und gerade am ersten Tag hat man oft Hemmungen, direkt allein in ein Café etc zum Frühstücken zu gehen. In den Zimmern lernt man auch schnell sehr liebe Menschen aus aller Welt kennen. Hierbei gilt die Devise: Einfach ansprechen! Supermärkte gibt es meist überall; nutzt die Chance und kauft einfach Zutaten zum Kochen. In der Hostelküche findet ihr garantiert einen Gesprächs- und vielleicht sogar einen Koch- und Essenspartner.

3.) Nutzt die Zeit für Euch!

Ihr habt die Tage, Wochen oder Monate während eures Solotrips die alleinige Macht. Ihr müsst euch nach niemandem richten; könnt essen und hingehen wo und wann ihr wollt. Ihr habt unglaublich viel Zeit zum Nachdenken und Reflektieren und das tut so gut! Was mir am besten gefallen hatte, war, dass ich einfach so losziehen konnte, mich durch die Straßen und Gassen treiben lassen konnte und nur auf mich achten musste.

4.) Traut euch!

Auf einer Fremdsprache nach dem Weg fragen, allein im Restaurant essen oder das nette Mädchen aus dem Hostel Zimmer fragen, ob sie mit Euch feiern gehen möchte. All diese Dinge sind beim ersten Mal echt schwer und kosten viel Überwindung, doch wenn man es einmal gemacht hat, wird es immer leichter und man wächst an jeder dieser Herausforderungen enorm!

5.) Wenn Ihr Euch einsam fühlt..

Irgendwann kommt immer mal der Punkt, an dem man sich auf einer Soloreise einsam fühlt. Vor allem, wenn man abends ins Hostelzimmer zurückkehrt kann einem schonmal die Decke auf den Kopf fallen oder das Heimweh schleicht sich an. In solchen Fällen kann ich wieder nur die Hostelküche empfehlen; gerade abends findet ihr immer jemanden dort, oder ihr versucht einfach ein Gespräch mit einem eurer Zimmerkumpanen aufzubauen.

6.) Das Problem mit den Fotos:

Ein allgegenwärtiges Problem beim Solotraveln ist das fotografieren; Gebäude, Landschaften etc lassen sich natürlich fotografieren, doch möchte man sich selbst vor einer schönen Kulisse ablichten lassen und zwar nicht im Selfiestyle wird es schwierig. Hierbei gilt auch wieder; einfach andere Menschen ansprechen und fragen, ob sie Euch fotografieren. Ich denke niemand wird dann nein sagen und ich habe durch so eine Frage auch schonmal eine nette Truppe von dänischen Erasmusstudentinnen kennengelernt!

7.) Probleme über Probleme:

Auf jeder Reise gibt es Probleme und Schwierigkeiten. Wenn man zu zweit reist ist es vielleicht noch ganz witzig, sich zu verlaufen mit leerem Handyakku und großen Sprachbarrieren. Alleine ist das eine andere Sache. Nach einem verpassten Rückflug kann man sich zu zweit perfekt über das weitere Vorgehen beraten und sich gegenseitig trösten. Allein steht man zwangsläufig allein dort. Viele weitere kleine und große Probleme warten auf Alleinreisende, doch an jeder Herausforderung und jedem zu lösenden Problem wächst man enorm. Das Selbstwertgefühlt steigt, die eigenen Grenzen werden ausgetestet und überschritten.

Fazit:

Alleine auf Reisen zu gehen gehört zu einer der besten Entscheidungen meines Lebens bisher. Ich habe viele Dinge ganz neu erlebt und wahrgenommen. Ich habe viel gelernt und erlebt und durfte die unterschiedlichsten Menschen kennenlernen, doch vor allem habe ich mich besser kennengelernt. Das wichtigste, was ich auf meiner Reise gelernt habe war jedoch, dass ich zwar alleine reise, aber dennoch nie allein bin; die Welt ist voller offener, interessanter und herzlicher Menschen! Solotraveln kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen; es ist eine Bereicherung in so vielerlei Hinsicht!

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit dem Alleinreisen gemacht? Schreibt´s mir in die Kommentare; ich freue mich auf eure Erlebnisse! Danke für´s Lesen! ♥

 

 

 

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2 Gedanken zu “Alleine Reisen- Tipps & Eindrücke

  1. Ein sehr ehrlicher und inspirierender Artikel! Ich bin selbst ein halbes Jahr durch Asien gereist und kann mich in deinen Erzählungen sehr gut wiederfinden. Auch ich bin der Meinung: Alleine Reisen ist wunderbar! 🙂
    Beste Grüße!

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